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I3opt.
I3opt.

(Aktualisiert 10.03.2020)  Die I3opt. ist eine geplante Verbindung von der Horber Straße unter die S-Bahn-Trasse zur Nagolder Straße. Sie umfährt den Reinhold-Schick-Platz und soll die letzten 150 Meter der Horber Straße ab der Einmündung Bahnhofstraße bis zum Reinhold-Schick-Platz autofrei machen. Damit wird dieser Abschnitt zur Fußgängerzone.

Das folgende Bild ist entnommen aus "Große Kreisstadt Herrenberg - Entlastung der Innenstadt – Vergleichende Machbarkeitsstudie"  des Planungsbüro DR. BRENNER INGENIEURGESELLSCHAFT MBH aus dem Jahr 2014 (Download hier). Zwischen Nagolder Straße und Horber Straße verläuft die "I3 Bahndurchstich". Interessant ist die Weiterführung nach Norden als "I5 Bahntangente".

Aktuell wurde die I5 wieder aus der Planung genommen. Die I3 bekam den Namen I3opt. (mit Punkt! opt. wie optional, nicht optimal).

Grund für die I3opt. ist, eine durchgängige attraktive Fußgängerzone vom Bahnhof in die Altstadt zu schaffen. Die enge Horber Straße und der  Reinhold-Schick-Platz, beide sehr verkehrsbelastet, sind seit Jahrzehnten ein "Schandfleck". Den Verkehr aus der engen Innenstadt herauszuhalten ist praktisch unmöglich. Umgehungsstraßen sind entweder bautechnisch extrem teuer und extrem schwierig (Schlossbergtunnel) oder führen durch sensible Naherholungsgebiete (Gutleuthaustäle).


Die I3opt. ist eine teure Fehlplanung und zumindest aufgrund des Flächenverbrauchs aus der Zeit gefallen. Für 150 Meter autofreie Zone wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Realisierung ist inzwischen fraglich, obwohl die Verwaltung immer noch daran festhält.

- Baukosten 23 Mio €  laut Haushaltsplan 2020 (der Bahndurchstich verteuert die Straße beträchtlich)
- Keinerlei Beitrag, den Verkehr in Herrenberg zu beruhigen
- Stauproblematik in der Horber Straße südlich der geplanten I3opt besteht weiterhin
- Flächenversiegelung, wertvolles Bauland geht verloren
- Das Neubaugebiet "Alte Stadtbibliothek" wird zerschnitten. Fußgänger und Radfahrer, die vom Bahnhof in die Altstadt wollen, müsen die I3opt überqueren.
- Irrelevant für Klimaschutz
- Langwieriges Planfeststellungsverfahren aufgrund Bahndurchstich blockiert abhängige verkehrstechnische und bauliche Maßnahmen andernorts
- Die Planung eines dritten Bahngleises für die S1 und für die Züge der Gäubahn verkompliziert die Sache zusätzlich!

Um den massiven Flächenverbrauch zu verdeutlichen, haben wir den vorgesehenen Verlauf der I3opt. in ein Google-Maps-Foto eingezeichnet:Rot: Straßenverlauf. Schwarz: Fußgängerwege / Radwege parallel zur Straße. Der schwarze "Zwickel" ist eine Querungsinsel für Fuß und Rad.


Der folgende Abschnitt stellt zwei Ideen vor, die mehrfach an uns herangetragen wurden. Eine Prüfung auf Realisierbarkeit steht noch aus.

Diese zwei Alternativen bedeuten weniger Kosten, Aufwand und Realisierungszeit!

Hellblau: Die Horber Straße wird wie geplant zur Fußgängerzone zwischen Bahnhofstraße und Schick-Platz. Die I3opt käme ohne Bahndurchstich aus. Nachteil wäre der weiterhin hohe Flächenverbrauch und die Durchschneidung des Neubaugebietes "Alte Stadtbibliothek". Die Busse vom Bahnhof fahren weiterhin über die Horber Straße zum Schickplatz und wären getrennt vom Autoverkehr.

Orange: Die  Horber Straße bleibt Autostraße. Der Rad- und Fußverkehr wird hinter dem Matratzen-Concord zum Schick-Platz geleitet. Der Weg kann attraktiv gestaltet werden.

Hinweis: Auf dem Gebiet "Alte Stadtbibliothek" ist ein Parkhaus geplant; die Zufahrt ist bei den Überlegungen zu berücksichtigen. Am Rande: Dieses Parkhaus ist geeignet, um die für einen "autofreien Unteren Graben" wegfallenden Parkplätze aufzunehmen.



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